Ceccaldi: Ribbon Collage, 2018

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Julien Ceccaldi Ribbon Collage, 2018
Plexiglas, Zeichnungen und Acrylfarbe auf Leinwand
92 x 122 cm
Unikat
Signiert

EUR 11.000

Julien Ceccaldi wurde mit „Solito“ im Kölnischen Kunstverein 2018 erstmalig eine Einzelausstellung zuteil und gleichzeitig war dies auch die erste Ausstellung der neuen Direktorin Nikola Dietrich. Ceccaldi leitet seine Ästhetik aus dem Manga und dem Comic und deren Kultur ab. Den Kern seiner künstlerischen Arbeit bildet oft eine in einem Comicbuch ausformulierte Geschichte. Aus ihr extrahiert er Charaktere in unterschiedlichen Posen und Mimik sowie surreale Fantasiebilder, die er in mannigfaltiger Variation – ähnlich wie in der Comickultur – in unterschiedlichste Medien, wie Malerei, Film und Skulptur transferiert. Seine Malereien ähneln in ihrer Technik mit der transparenten Plexiglas-Oberfläche über einem gemalten Hintergrund der Cel-Art, wie sie von Disney für die analoge Herstellung von Animationsfilmen benutzt wurde. Mit typischen Gesichtsausdrücken für Emotionen bergen Ceccaldis Bilder noch normative Codes aus Märchenbüchern und Disney-Filmen. Surreal für sich stehend, ohne narrativen Kontext lassen sie jedoch hinter ihrer zuckrigen Oberfläche in psychologische Abgründe blicken: Body Horror, Selbstoptimierung, sexuelle Repression und der gesellschaftliche Druck hinsichtlich der Vorstellungen von Partnerschaft und Liebe.

Julien Ceccaldi wurde 1987 in Montreal, Kanada, geboren und lebt in New York. Einzelausstellungen umfassen u.a. Human Furniture, Beach Office, Berlin (2017); Gay, Lomex, New York, NY (2017), und King and Slave, Jenny’s, Los Angeles, CA. Er nahm in jüngerer Zeit an Gruppenausstellungen teil wie z.B. Painting Now and Forever 3, Greene Naftali, New York, NY; An Assembly of Shapes, Oakville Galleries, Ontario, Canada; oder The Present in Drag, 9th Berlin Biennale for Contemporary Art, Berlin.

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Lloyd: Urinal W2, 2018

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Hilary Lloyd: Urinal W2, 2018
35.8 x 25.5 x 1, 8 cm, Unikat (signiert)
EUR 800

Mit einem Interesse an Architektur, Mode, Textilien und Farbe konzentrieren sich Hilary Lloyds Werke in der Hauptsache auf Film und Video, wobei Skulptur, Malerei und Installation ebenso zu ihrer Praxis gehören. In direkter Auseinandersetzung mit den Produktions- oder Ausstellungsorten widersetzen sich die Filme konventionellen Vorstellungen von „Dauer“ und stellen stattdessen Film-Tableaus dar, denen man als Betrachter begegnet. Einige kommen fast ohne jegliche Bewegung oder Geschehnisse aus, während andere Methoden des schnellen Kameraschwenks oder Verschiebungen des Standpunktes anwenden. Die Arbeit positioniert sich in dem Spannungsfeld zwischen einem mehrdeutigen, scheinbar beiläufigen Thema und einer genauen Anordnung von Bildern und Installationsmaterial. Für die Jahresgaben des Kunstvereins hat Lloyd neue Werke geschaffen, die sie als “London-Szenen” umschreibt.  

Hilary Lloyd wurde 1964 in Halifax, Großbritannien geboren. Sie lebt und arbeitet in London.
Ihre Arbeiten wurden u.a. in Einzelausstellungen in der Focal Point Gallery, Southend-on-Sea (2017); Wilsey Court, de Young Museum, San Francisco (2016); Sadie Coles HQ, London (2016) und im Museum für Gegenwartskunst, Basel (2012) gezeigt, und in den Gruppenausstellungen Zwarte Zaal, KASK, Gent, Belgien (2018); Bonner Kunstverein (2017) und der Whitworth Art Gallery, Manchester (2016).

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