Trockel, Vampire & Köln. Es lohnt sich Mitglied zu werden.

Wir freuen uns, dass bereits so viele Mitglieder ihre Vereinsgabe abgeholt haben.
Alle, die bisher keine Möglichkeit zur Abholung hatten, können gerne noch bis 30. September 2014 ihr persönliches Exemplar zu den Bürozeiten abholen: Dienstag bis Donnerstag 10-12 Uhr und 14-17 Uhr sowie Freitag 10-12 Uhr; vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Abholtermin mit uns.

Auch 2014 wird es eine neue Vereinsgabe eines bedeutenden Künstlers für unsere Mitglieder geben. Seien Sie gespannt – die Informationen zu Künstler und der Arbeit geben wir im Oktober  ebenfalls an dieser Stelle bekannt.

Kurz vor seinem 175-jährigen Jubiläum im nächsten Jahr initiiert der Kölnische Kunstverein in diesem Herbst ein außergewöhnliches Projekt, das einen Brückenschlag zwischen den historischen Traditionen deutscher Kunstvereine und der Gegenwart darstellt. In Anlehnung an die im 19. Jahrhundert weit verbreitete Tradition der „Nietenblätter“, wird eine sog. „Vereinsgabe“ publizieren, die den Mitgliedern des Kölnischen Kunstvereins kostenlos zur Verfügung gestellt werden soll. Dabei handelt es sich um ein handsigniertes Original, dessen Auflage sich nach der Höhe der Mitgliederzahl richtet. Mit dieser Geste soll daran erinnert werden, dass die Mitglieder die zentrale Grundlage für die Aktivitäten des Kunstvereins darstellen und sich mit der Institution seit deren Begründung im 19. Jahrhundert ein klarer demokratischer Gedanke verbindet.

Zu ausgesprochen großem Dank sind wir in diesem Zusammenhang Rosemarie Trockel verpflichtet, die wir zu unserer besonderen Freude und Ehre für den Auftakt des Projekts gewinnen konnten. Die in Köln lebende Künstlerin zählt zu den bedeutendsten Vertreterinnen der Gegenwartskunst und hat die Druckgrafik eigens für den Kunstverein gestaltet. Thematisch verweist das Blatt auf vorangegangene Editionen der Künstlerin für Ausstellungshäuser, die deren Leiterinnen und Leiter abbilden – wie bspw. Hans Ulrich Obrist von der Serpentine Gallery in London. Dementsprechend zeigt die Grafik des Kunstvereins den neuen Direktor, der als junger Vampir mit Schlips dargestellt ist. Dabei bleibt offen, ob Rosemarie Trockel mit dem Verweis auf die aus dem Volksglauben entlehnte Nachtgestalt auf den kölschen Karneval anspielt oder dem Direktor und den Mitgliedern die Unsterblichkeit wünscht.