Rossek: ohne Titel, 2011

Ulla Rossek: Ohne Titel, 2011

Gebrannter Ton, glasiert
Länge 89,5 cm, Durchmesser ca. 7,5 cm
Auflage: 10 Unikate
Davon 4 exklusiv für den Kölnischen Kunstverein
€ 800,-

Ulla Rossek hat vier röhrenförmige Tonskulpturen in unterschiedlichen Längen, Farbtönen und Glasuren als Jahresgaben produziert. Die frische Tonerde wurde gewalzt und zu schmalen Rohren gerollt, bevor diese gebrannt wurden. Anschließend wurden die Skulpturen in einer Farbglasur gewälzt und noch mal im Ofen gebrannt. Mit dieser Technik umgeht Rossek die übliche händische Bearbeitung des Tons und die kontrollierte Farbgebung mit dem Pinsel. Nicht so sehr der kreative Prozess steht bei der Fertigung der Arbeiten im Vordergrund, vielmehr die Prinzipien serieller Produktion. Einerseits scheint der Produktionsprozess entindividualisiert, andererseits unterliegt das ungewöhnliche Umformungsverfahren keinen Effizienzkriterien. Der Ton ist an manchen Stellen brüchig und überstrapaziert, sodass die Stabilität der Objekte herausgefordert wird. Die Glasur hat weder schützende noch dekorative Funktion, sondern zeigt eher die Farbe als Spur eines zweiten Produktionsschritts.

In vorangegangenen Arbeiten beschäftigte sich Rossek bereits mit dem Übergang von manuellen zu maschinellen Produktionsverfahren. Auch die damit verbundene Veränderung der Arbeitsstätte und der architektonischen Organisation eines Produktionsraums interessiert sie, beispielsweise die Architektur der frühindustriellen Fabrikhallen in England und den USA. Rossek bearbeitet die idealisierte Darstellung von Raum, Maschine und Arbeiter in Stichen und Büchern aus dieser Zeit und erzeugt eindringliche Bildmontagen, in denen die Produktionsabläufe übersteigert werden. Sie produzierte auch handgefertigte Ketten aus Ton, die die Anmutung rostiger, industrieller Eisenketten haben und zwischen seriellem Gleichmaß und individueller Abweichung schwanken.

Ulla Rossek, geboren 1978 in München, lebt in Berlin. Sie zeigte ihre Arbeiten beispielsweise bei Pro Choice, Wien (2010), bei After the Butcher, Berlin (2009), bei Samsa, Berlin (2008) und bei General Public, Berlin (2006). In Gruppenausstellungen waren ihre Arbeiten in der Galerie Meyer Kainer, Wien (2011), im Pavillon der Volksbühne, Berlin (2011), in der Kunsthalle Exnergasse, Wien (2007), im Kunstverein Braunschweig (2005), im kjubh, Köln (2004) und im Kunstverein München (2003) ausgestellt. 2005 erhielt sie den Preis der Villa Romana, Florenz.


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