Monika Baer

Defection

27.2. – 3.5.2026

Monika Baer
Defection
27.2.–3.5.2026
Eröffnung: Donnerstag, 26.2.2026, 18–21 Uhr

Wenigen gelingen Werke von solch durchgehender Spannung. Es ist, als würde von Werkgruppe zu Werkgruppe eine brennende Fackel übergeben. Oder als sei auf jeder Leinwand Haut besonders fest auf den Knochen gespannt. Es ist eine Spannung, die allein aus malerischen Setzungen rührt, die Monika Baer in den vergangenen dreißig Jahren immer weiter entfaltet hat. Kompromisslos hat sie dabei ein Werk entwickelt, das sich losgelöst von allen Strömungen bewegt. Baers Bildsprache tritt zeitlos auf und ist gleichzeitig stark mit der Gegenwart verbunden. Es sind flanierende Bewegungen von dialektischer Natur, die ein geladenes Vibrieren erzeugen und auch die innerbildlichen Zusammenhänge charakterisieren.

Defection zeigt ihre jüngsten Arbeiten. Sie treten in die Nachbarschaft der zuvor entwickelten Motivgruppe mit Mänteln, die auf Felsnischen oder Simsen abgelegt sind. Es handelt sich bei beiden Komplexen um Räume der Untiefe. Ihrer verschlossen bleibenden Dimension liegt etwas Rätselhaftes zugrunde, dessen Detailversessenheit das abtastende Auge auf die Spur kommt, dem es aber nicht bis zum Ende folgen kann.

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Bildcredit: Monika Baer, Schweine Steine Scherben (smoking), 2025, Ausschnitt. Courtesy of the artist and Trautwein Herleth, Berlin, Greene Naftali, New York. Foto: Júlia Standovár

Die Ausstellung wird unterstützt von


THE E N D (It’s About New Beginnings)

27. – 28.3.2026

Alexander Basile, 2 Millionen, 2019

THE E N D (It’s About New Beginnings)
Performance-Wochenende mit 30 Arbeiten von Studierenden und Alumni der KHM – zum Abschluss von Prof. Mischa Kuball an der KHM.

Freitag, 27.03. und Samstag, 28.03.: je 14:00–21:30

Das Ende als ein letzter symbolischer Herzschlag: ein Moment des Innehaltens, der zugleich auch immer ein Anfang sein soll: THE E N D versammelt Alumni und aktuell Studierende des Seminars urban stage von Prof. Mischa Kuball (Public Art) zu einem Performance-Wochenende und zum Abschluss von Kuballs 19-jähriger Lehrtätigkeit an der KHM.

Das Wochenende fokussiert auf zeitbasierte Arbeiten. Sie zeigt zum einen Performances und Videos, zum anderen aber auch Malerei, Fotografie, Skulptur, VR- und Klangarbeiten, in die performative Elemente oder Gesten eingeschrieben werden.

Die 30 ausgestellten Arbeiten widmen sich thematisch den Krisen aus den letzten Jahrzehnten. Sie erstrecken sich vom Riphahnsaal, über das Kino, den Apostelnklosterplatz bis hin in die Zwischenräumen des Kölnischen Kunstvereins. Sie versinnbildlichen die Brüchigkeit von Gegenwart, mit künstlerischen Strategien wie z. B. Wiederholung und Geste: im Weinen, im Fensterputzen, in spektakulären Bühnenmomenten, in filmischen und performativen Raumanalysen. Oder sie entwickeln dystopische Analysen, Grenzzustände, geben dem Unsagbaren eine Stimme.

Das Programm zeigt Performances von Ale Bachlechner, Friedrich Boell, Cloudi, Vera Drebusch & Florian Egermann, Mathilde Hawkins & Max Mauro Schmid, Jan Hoeft, Cătălina Bucos & Karen Fritz, Dabin Kim, Stefanie Klingemann, Ella Kühn, Alysha Lahner, Constantin Leonhard, Johanna Schütt & Tanja Saban, Søren Siebel, Mila Stoytcheva, Evamaria Schaller, The Blind Queen of Anger sowie Interventionen am Gebäude von The Time Teller (letztere als Personas von Mohamad Moe Sabbah).

Im Riphahnsaal wiederum sind Skulpturen, Bilder und Videoarbeiten zu sehen: von Finn Wagner, Alwin Lay, Charlotte Triebus, Jonas Monka, Johannes Bendzulla, Alexandra Nikitina, Christoph Kilian, Pauline M‘barek und Jens Pecho.

Durchgängig werden die Videoarbeiten von Jens Pecho, Noa Gur, Finn Wagner, Cătălina Bucos & Ada Kopaz, sowie an zwei Kino-Abenden in Kollaboration mit dem Filmclub 318 die Filme von Alexander Basile, Viktor Brim & Emerson Culurgioni und Miri Ian Gossing & Lina Sieckmann präsentiert.

Das Zusammentreffen von KHM-Alumni mit den aktuell Studierenden bildet bewußt einen generationsübergreifenden Abschluss von Prof. Mischa Kuball und seiner Lehrtätigkeit seit 2007 an der KHM. Das Zusammenkommen erfolgt auf Einladung von Mischa Kuball in enger Kooperation mit Valérie Knoll, der Direktorin des Kölnischen Kunstvereins. Das Performance-Wochenende wird von den urban stage Absolventinnen Maja Funke und Helin Korkmaz kuratiert.

Alle Informationen und Programm

Link zur Webseite der KHM


Eine Stadt als Atelier

22.5. – 19.7.2026

Eine Stadt als Atelier
22. Mai bis 19. Juli 2026
Eröffnung: Donnerstag, 21. Mai 2026

Mitwirkende Künstler:innen u.a.: Michael Van den Abeele; Chantal Akerman; Danai Anesiadou; Ethan Assouline; Sammy Baloji; Kasper Bosmans; Jef Cornelis; Jos de Gruyter & Harald Thys; Laurent Dupont; Jana Euler; Arnaud Eubelen; Béla Feldberg; Mona Filleul; Gust Duchateau; Felix Kindermann; Aglaia Konrad; Céline Mathieu; Hana Miletić; Shaun Motsi; Willem Oorebeek; Jurgen Ots; Marina Pinsky; Sophie Podolski; Emile Rubino; Chéri Samba; Michaela Schweighofer; Beat Streuli; Walter Swennen; Angharad Williams.

Die Ausstellung Eine Stadt als Atelier richtet den Blick auf Brüssel als vielschichtigen, städtischen Organismus. Die Stadt vereint kosmopolitische Vielfalt, Überlagerungen politischer Machteinflüsse und soziale Spannungen – ein chaotisches, aber inspirierendes Umfeld für künstlerisches Schaffen. Brüssels Architektur, Kolonialgeschichte und Zuwanderung prägen Arbeitsweisen, in denen Nonkonformismus, Widerstand und urbane Realität reflektiert werden. Die Ausstellung untersucht künstlerische Sichtweisen auf Stadtstrukturen, soziale Texturen und historische Spuren. Mit Stationen in Köln und Brüssel verknüpft das Projekt historische und geografische Resonanzen, verdeutlicht kulturelle Verflechtungen zwischen Städten und erweitert die Lesart urbaner Topografien durch künstlerische Praktiken. Brüssel wird so zum Modellraum für die Reflexion, wie Städte als lebendige Organismen durch Kunst immer wieder neu verstanden werden können.

Kuratiert von Fabian Flückiger, Kurator Brüssel und Valérie Knoll, Direktorin Kölnischer Kunstverein.

Wir freuen uns sehr, dass Eine Stadt als Atelier für den *WESTSTERN-Preis 2026 in der Kategorie Ausstellung nominiert wurde.

Bild: Jana Euler, by its cover, 3, 2017. Courtesy the artist. Foto: Kristien Daem