Deutschland sucht

17.07. – 19.09.2004

KünstlerInnen: Nevin Aladag, Thomas Bayrle, Henning Bohl, Heike Bollig, Ulla von Brandenburg, Andreas Brehmer/Sirko Knüpfer, Michael Buthe, Helmut Dorner, Jeanne Faust, Julika Gittner, Asta Gröting, Niels Hanisch, Myriam Holme, Viola Klein, Seb Koberstädt, Michael Krebber, Svenja Kreh, Kalin Lindena, Daniel Megerle, Anna Kerstin Otto, Manfred Pernice, Marion Porten, Mandla Reuter, Evelyn Richter, Eske Schlüters, Stafeta, Lee Thomas Taylor, Stefanie Trojan, Danh Vo, Gabriel Vormstein, Clemens von Wedemeyer, Herwig Weiser, Tobias Zielony, Zupfgeigenproduktion.

Ausgewählt von: Ariane Beyn (Berlin), Anja Dorn (Köln), Peter Gorschlüter (Düsseldorf), Iris Kadel (Karlsruhe), Chistiane Mennicke (Dresden), Nina Möntmann (Hamburg), Vanessa Joan Müller (Frankfurt am Main), Julia Schäfer (Leipzig), Judith Schwarzbart (München)

Die Ausstellung „Deutschland sucht“ will einen Einblick in gegenwärtige Tendenzen junger Kunst in Deutschland geben und sich dabei kritisch mit dem Format der Überblicksausstellung auseinandersetzen. Mit der Absicht einen möglichst weiten und offenen Rahmen zu schaffen, sind KuratorInnen aus verschiedenen Regionen Deutschlands eingeladen worden, jeweils drei junge Künstler zu benennen, die in der Kunstöffentlichkeit wenig bekannt oder noch nicht etabliert sind, deren Arbeiten jedoch als signifikant für aktuelle Entwicklungen in der zeitgenössischen Kunst bezeichnet werden können. Die KuratorInnen haben darüber hinaus jeweils eine etablierte Position als (historische und/oder künstlerische) Referenz vorgeschlagen, die zu einer Klärung der gewählten Zugänge beitragen kann. Die konzeptuelle Offenheit der Ausstellung, der Generationen übergreifende Ansatz sowie das Fehlen jeglicher ausschließenden thematischen Festlegung lassen die Berücksichtigung unterschiedlicher künstlerischer Positionen zu, deren gemeinsame Ausstellung eine Diskussion von Übereinstimmungen und Differenzen ermöglichen soll.

Der Ausstellungstitel „Deutschland sucht“ verweist auf die politische und gesellschaftliche Gegenwart Deutschlands und will den Kontext aufzeigen, in dem zurzeit in Deutschland Kunst entsteht bzw. entstanden ist. Nicht nur ökonomisch und politisch, sondern auch mental scheint Deutschland gegenwärtig auf der Suche nach seiner Rolle in einer sich grundlegend verändernden Welt. Diese Identitätssuche spiegelt sich derzeit auch verstärkt in diversen Fernsehsendungen, Zeitungskommentaren und Diskussionen wider. Vor diesem Hintergrund stellt „Deutschland sucht“ die Frage, ob sich neue Entwicklungen, Themen und Arbeitsweisen in der aktuellen Kunstproduktion in Deutschland abzeichnen und wie diese von einer Generation jüngerer KuratorInnen wahrgenommen werden.

Gezeigt werden 40 künstlerische Positionen, die sich sowohl aus verschiedenen Medien wie Malerei, Installation, Film, Fotografie und Objekt, als auch aus sehr unterschiedlichen inhaltlichen und konzeptuellen Überlegungen entwickeln.

Die Ausstellung wurde von Jens Hoffmann (Director of Exhibitions ICA, London) und Kathrin Rhomberg (Kölnischer Kunstverein) konzipiert.

„Deutschland sucht“ wurde durch die großzügige Unterstützung der Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG Iserlohn ermöglicht. Seit 1996 dokumentiert Dornbracht, international agierender Hersteller von Design-Armaturen, -Accessoires und Interiors, regelmäßig sein Selbstverständnis als Unternehmen mit kultureller Kompetenz. Das Kulturengagement gliedert sich in drei Bereiche: Die limitierten Statements Ausgaben versammeln vielschichtige Interpretationen von Badritualen und Badkultur und bieten den beteiligten Künstlern ein internationales Forum. Die Arbeiten werden in wechselnder medialer Form dokumentiert und international in Ausstellungen und Galerien präsentiert. Im Rahmen der Dornbracht Installation Projekts, einer jährlich stattfindenden Ausstellungsreihe, die künstlerische Positionen im Bereich Installation präsentiert, startete 2000 die Kooperation mit dem Kölnischen Kunstverein. Mit dem Dornbracht Sponsorship fördert das mittelständische Unternehmen darüber hinaus internationale Ausstellungen und Projekte und reiht sich mit finanziellem und personellem Engagement ein in die Riege internationaler Kunstförderer. So sponserte Dornbracht 1999 und 2001 den deutschen Pavillon anlässlich der Biennale von Venedig.


The exhibition “Germany is searching” intends to provide an insight into current tendencies of new art in Germany.
With the aim of creating the widest possible open framework, nine curators from different regions of Germany were each invited to nominate three young artists. These should be little known or not yet established in the art scene, yet their work should be significant to current developments in contemporary art.
In addition the curators each proposed an established artist to provide a historical or artistic reference, who could contribute to a clarification of the works chosen.
The conceptual openness of the exhibition, the approach which spans generations, as well as the absence of any excluding thematic stipulation, allows a variety of work to be considered. Being exhibited together makes possible a discussion about consensus and differences.

The exhibition title “Germany is searching” refers to political and social present-day Germany, and intends to reveal the context from which German art is emerging or has emerged. Not only economically and politically, but also mentally, Germany seems at the moment to be searching for its role in a fundamentally changed world.
This search for identity is at present increasingly reflected in various television programms, newspaper commentaries and discussions. Against this background “Germany is searching” poses the question whether new developments, themes and methods of works are becoming apparent in the production of contemporary art in Germany, and how these are perceived by a generation of young curators.
The work of 40 artists will be shown, which as well as using a variety of media like painting, installation, film, photography and objects, develop extremely different ideas in form and concept.

The exhibition was conceived by Jens Hoffmann (Director of Exhibitions ICA,London) and Kathrin Rhomberg (Kölnischer Kunstverein).

“Germany is searching” has been made possible by the generous support of Aloys F.Dornbracht GmbH & Co .KG Iserlohn.
Dornbracht, internationally active as a producer of designer bathroom fittings, accessories and interiors, has since 1996 regularly documented its image as a concern with cultural competence. Its commitment to culture falls into three categories: the Limited Statements Edition assembles many-sided interpretations of bathing rituals and bath culture and offers an international forum to the participating artists. The works are documented in variable medial forms, and presented internationally in exhibitions and galleries. Co-operation with the Kölnischen Kunstverein started in 2000, within the framework of the Dombracht Installation Projects, an annual exhibition series, which presents artists active in the field of installation . With Dombracht Sponsorship the medium-sized company also supports international exhibitions and projects, and with its financial and personal commitment is recognised as one of the group of international art sponsors. In 1999 and 2001 Dombracht sponsored the German Pavilion at the Venice Biennial.