Eichwald: Hallo Schmierlapp, 2018

M. Eichwald1

Michaela Eichwald: Hallo Schmierlapp, 2018
Acryl, Lack und Glitter auf Kunstleder
48 x 68 cm, Unikat (signiert)
EUR 7.000

Die Werke von Michaela Eichwald, speziell für die Jahresgaben des Kunstvereins gefertigt, sind unbeholfene Zeugen sentimentaler Anwallungen. 
Grüße an die versunkenen Dörfer und ihre gnadenreichen Behelfsheime. 
Rufe aus der Fremde, dem Jenseits, der Unbehaustheit, der Untröstlichkeit der Gegenwart. Bei den Begriffen handelt es sich um oberbergische bzw. westfälische Ausdrücke. Ein “Schmierlapp” ist dort, wo die Künstlerin herkommt, ein ekliger, aufdringlicher, eben sich einschmeicheln oder einschmieren wollender Mann. “Fuhlstich” ist ein stechendes Insekt, aber auch ein “Fauler”, ein Nichtstuer oder Müßiggänger. “Lällbeck” ist einer, der sich gerne reden hört und ununterbrochen nervt mit irgendeinem halbgaren, aufgeblasenen Geschwätz. Eichwalds Malerei ist beweglich, und die Herstellung, das Werden, der Prozeß und die Zustände, in die man dabei gerät – mitunter willentlich geführt, oder sich dem Vorgang komplett anheimgestellt – ein Teil davon. Hier ist sie klare Ansprache, eine Malerei, die mitredet, unterhält und herausfordert.

Michaela Eichwald ist 1967 im Oberbergischen Kreis/NRW geboren und studierte ab 1987 in Köln Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte und deutsche Philologie. Erste Textveröffentlichung 1989, erste Einzelausstellung 1997 bei Daniel Buchholz, Köln. 
Ab 2006 Erzeugung des zur Zeit brachliegenden, in Ruhemodus versetzten Weblogs Uhutrust: Beiträge zum Geschehen in Text und Bild. Seit 2008 arbeitet sie in Berlin, hauptsächlich an Malerei, gelegentlich Skulptur, durchgängig Fotos. Letzte Einzelausstellungen IST DOCH KEIN ZUSTAND bei Isabella Bortolozzi und EDEN EDEN, Berlin; Popanz, Moloch, Muff und Puff bei Maureen Paley, London; SEID IHR DOOF ODER WAS?!!??, Werke aus 20 Jahren im Kunstverein Schwerin (2018); Frank, Reena Spaulings New York (2017); Absolution, Silberkuppe Berlin (2016); 

Beteiligung u.a. an Ungestalt, Kunsthalle Basel; Pélamide, Gladstone Gallery, Brüssel; Klassensprachen, district Berlin und Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf (2017); Painting 2.0, Museum Brandhorst München und mumok, Wien (2016).


Bestellung

Hiermit bestelle ich VERBINDLICH die unten aufgeführte Jahresgabe/Edition.
Die Bestellmodalitäten sowie die AGBs habe ich zur Kenntnis genommen.

Bitte beachten Sie, dass die Jahresgaben/Editionen nur von Mitgliedern des Kölnischen Kunstvereins erworben werden können. Einen Mitgliedsantrag finden Sie hier.

Vorwahl & Rufnummer (z.B. 0221217021 oder 01712223333)