Mauss: In order to be able to say something non-trivial, 2011

Nick Mauss: In order to be able to say something non-trivial, 2011

Pastellpuder eingerieben in Papier, gerahmt
Motiv: 45,7 x 63,5 cm, Rahmen: 50 x 64 cm
Unikat, signiert
€ 3.000,-

Die zwei Jahresgaben von Nick Mauss sind in einer bewusst improvisierten Form der Pochoir-Technik gefertigt worden: Mauss stellte aus seinen eigenen Zeichnungen Schablonen her, welche er auf einen papiernen Untergrund auflegte und dann mit Pastellpuder einrieb. Seine Kunstwerke erinnern durch ihre stilisierten Formen und die farbkräftige Gestaltung an handkolorierte Modezeitschriften aus den 1920er Jahren, die seit der Zeit des Art Decó verbreitet waren und in welchen die Pochoir-Technik ihren Höhepunkt erfuhr. Obwohl Mauss in beiden Arbeiten zum Teil dieselben Schablonen verwendet hat, differenziert die Wirkung durch die unterschiedliche Ausrichtung der Blätter. Ein subtiler Formbezug der Werke untereinander ist zwar vorhanden, führt aber zu keiner Abhängigkeit – sie bleiben autonom. Mit dem lyrischen Titel So dacht ich mir. Nächstens mehr greift Mauss den Schlusssatz aus Friedrich Hölderlins Hyperion auf. Der Ich-Bezug im Titel spricht die Empfindungen des Betrachters an und lässt ihn eine engere Bindung zum Kunstwerk aufbauen: Der Titel wird für den Betrachter zum intimen Versprechen, das jedoch nur bedingt eingelöst wird.

In seinen zahlreichen filigranen Zeichnungen und Installationen, die durch immer neue Bearbeitungsformen gekennzeichnet sind, bezieht Nick Mauss sich oftmals auf Formen und Inhalte, die aus ihren eigentlichen Kontexten gelöst wurden, sei es als Referenz aus seinem eigenen Werk oder auch vorzugsweise aus literarischen Werken des 19. und 20. Jahrhunderts. Diese Referenzen fügt Mauss nicht zu neuen Einheiten zusammen, sondern inszeniert sie bewusst als Fragmente. Auf diese Weise scheinen seine Kunstwerke niemals vollendet, aber immer miteinander verflochten.

Nick Mauss wurde 1980 geboren, lebt und arbeitet in New York. Wichtige Einzelausstellungen hatte er bereits in der Galerie Neu, Berlin (2010), der 303 Gallery, New York (2009) und in der Hiromi Yoshii Galerie, Tokio (2008). Mauss war an zahlreichen Gruppenausstellungen beteiligt, wie zuletzt im Badischen Kunstverein, Karlsruhe (2011), der Kunsthalle Zürich (2009) und dem Museum of Modern Art, New York (2009). 2010 erschien das Buch Geschenkpapiere in Zusammenarbeit mit Manuel Reader im Verlag der Buchhandlung Walther König. Nick Mauss wird vertreten durch die Berliner Galerie Neu und die 303 Gallery in New York.


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