von Wulffen: Mädchen hinter Gittern, 2018

23.10.18_0658

Amelie von Wulffen: Mädchen hinter Gittern, 2018
48 x 36 cm, Öl auf Papier
Unikat (signiert)
EUR 4.700 (gerahmt)

In den zwei Ölarbeiten Im Todestrakt und Mädchen hinter Gittern nähert sich die Malerin Amelie von Wulffen ihrem Thema ohne Umwege. Die Bilder sind direkt, die Komposition reduziert. Das Motiv, das so in den Vordergrund drängt, dafür umso vielschichtiger. Mehrere Wirklichkeitsebenen sind hier übereinander gestapelt, verschiedene Räume ineinander verschachtelt. Wer die Malerei betrachtet, sieht eine Frau im Profil, die ihrerseits Bilder aus einer Netflix-Doku-Serie anstarrt. Das prominent platzierte Eis legt diese Art des Sehens dabei als eine Form des Konsumierens bloß, als eine passive Aufnahme von Bildern, die ihre Betrachterin umso lethargischer machen, desto schneller sie zirkulieren. Zugleich entwickelt die Künstlerin mit diesen Kompositionen einen hoch-reflexiven Kommentar über den voyeuristischen Charakter von Repräsentation überhaupt. Denn der aus dem Profil zu sehende Blick der Frau, die ihrerseits die vermeintlich wahrheitsgetreue Dokumentation des Leidens von Frauen im Gefängnis verfolgt, bringt den Betrachter in eine Position, in der er sich beim Sehen zuzuschauen scheint, so als ertappe er sich selbst beim Blicken durch ein Guckloch.
(Malte Fabian Rauch)

Amelie von Wulffen hatte unter anderem Einzelausstellungen bei Reena Spaulings, New York (2018); Studio Voltaire, London (2017); Galerie Barbara Weiss, Berlin (2016; Pinakothek der Moderne, München (2015), Portikus, Frankfurt (2013); Aspen Art Museum, Aspen (2012); Alex Zachary, New York (2011); Kunstverein Düsseldorf (2006); Centre Pompidou, Paris (2005) und im Museum für Gegenwartskunst, Basel (2005). Ihre Arbeiten wurden bei der Manifesta 5 (2005); bei der 50. Venedig Biennale (2003) und bei der 3. Berlin Biennale (2003) gezeigt.


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